oder wie war das?
Für einen mittelalterlich angehauchten Markt brauche ich ein entsprechendes Gewand.
So dachte ich mir, daß ich das selber mache. Und zwar aus Filz. Klar.
Schritt 1: Maß nehmen, Schnittmuster anfertigen. Da es ein Kleid ohne Ärmel werden soll, ist das nicht so schwer.
Schritt 2: Den Schnitt vergrößern nach geschätztem Schrumpfungsgrad.
Schritt 3: Wolle liegt parat, gefärbte Seide auch, die Werkstatt ist umgeräumt, der Tisch provisorisch erweitert, so daß ich eine Stoffbahn von 1 m x 4 m auslegen kann.
Schritt 4: Auslegen der Wolle und Seide nach o.a. Maßen, das Ganze mit Seifenlauge einsprengen und einrollen. Ab in den Trockner.
Es brauchte 40 Minuten, bis Wolle und Seide gut verbunden, und ein ordentlicher Vorfilz entstanden war.
Auf dem Foto sind die trocknenden Vorfilzbahnen zu sehen.
Schritt 5: Zuschneiden des Vorfilzes.
Schritt 6: Tja, nun dachte ich mir, ich nähe die Teile provisorisch zusammen und filze dann
knetenderweise und werfenderweise weiter, ich dachte, die Nähte würden sich dann schon verbinden, tut der Vorfilz ja sonst auch immer, besonders, wenn er nicht soll- also:
Teile zusammengenäht.
Schritt 7: Heiße Seifenlauge auf das zusammengenähte Teil gegossen und geknetet und geworfen.
Ergebnis: Ein schöner Filz, das Teil passt, aber die Nähte haben nicht getan, was sie sollten; an den Schultern hält es gut, da hat sich alles schön verfilzt, aber die restlichen Nähte sind nur teilweise geschlossen.
Aha! Da habe ich wohl Quatsch gemacht. Mal schauen, wie ich das noch retten kann.
Und das nächste Teil ist schon ausgelegt. Da werde ich aber anders vorgehen!
Freitag, 15. Juli 2011
Donnerstag, 14. Juli 2011
Homestory mit Filzhut
Hüte waren der Grund, weshalb ich mit dem filzen begonnen habe, vor nunmehr 10 Jahren..
Denn als ich vor gefühlten 100 Jahren aus der Schule kam, da wollte ich unbedingt Hutmacherin werden, leider gab es da keine Ausbildungsplätze und die nächste Berufsschule war in Köln, und Verständnis für diesen Berufswunsch von mir hatte eh niemand..
Jahre später habe ich immer mal versucht, aus Wolle, die ich irgendwo geschenkt bekommen hatte, Kopfbedeckungen zu filzen, immer ohne Erfolg, inzwischen weiß ich, daß ich da nicht die richtige Wolle hatte, damals war ich ziemlich verzweifelt, und konnte (grausliche Vorinternetzeit) einfach nicht herausfinden, wie das wohl gehen könnte.
Das sind jetzt die Modelle, die ich in den letzten Wochen angefertigt habe.
Die beiden grünen Hüte mit Samt und Seide, (gut, daß ich so manche Stoffe aufbewahrt habe) und der schwarze Hut rechts mit Kaschmir-Strick.
Denn als ich vor gefühlten 100 Jahren aus der Schule kam, da wollte ich unbedingt Hutmacherin werden, leider gab es da keine Ausbildungsplätze und die nächste Berufsschule war in Köln, und Verständnis für diesen Berufswunsch von mir hatte eh niemand..
Jahre später habe ich immer mal versucht, aus Wolle, die ich irgendwo geschenkt bekommen hatte, Kopfbedeckungen zu filzen, immer ohne Erfolg, inzwischen weiß ich, daß ich da nicht die richtige Wolle hatte, damals war ich ziemlich verzweifelt, und konnte (grausliche Vorinternetzeit) einfach nicht herausfinden, wie das wohl gehen könnte.
Das sind jetzt die Modelle, die ich in den letzten Wochen angefertigt habe.
Die beiden grünen Hüte mit Samt und Seide, (gut, daß ich so manche Stoffe aufbewahrt habe) und der schwarze Hut rechts mit Kaschmir-Strick.
Dienstag, 21. Juni 2011
Gesponnen
Seit einem Jahr bin ich ja stolze Besitzerin eines kleinen Spinnrades, und mittlerweile habe ich so einige kg Wolle darauf verarbeitet; was ich besonders reizvoll fand, seit ich es zum ersten Mal gesehen habe, sind Coils..und mittlerweile gelingen sie mir sogar, wobei ich nicht so sicher bin, ob ich sie richtig mache, aber egal.. die Ergebnisse können sich sehen lassen:
Diese hier sind aus pflanzengefärbter Wolle, die Farben gefallen mir besonders gut.
Und das habe ich daraus gemacht: wärmenden Halsschmuck mit gefilztem Verschluss.
Diese hier sind aus pflanzengefärbter Wolle, die Farben gefallen mir besonders gut.
Und das habe ich daraus gemacht: wärmenden Halsschmuck mit gefilztem Verschluss.
Freitag, 17. Juni 2011
Die Färbepilze vom letzten Jahr
habe ich mir endlich vorgenommen.
Die Pilze oben, von denen ich hoffte, es seien Hautpilze, gaben beim auskochen keinen Fitzel Farbe von sich-
naja, ich hatte es irgendwie geahnt.
Den schönen Samtfußkrempling habe ich nur mit heißem Wasser übergossen, und siehe da: nach ein paar Minuten hatte die Flotte schon eine violette Farbe angenommen, nach einer halben Stunde war sie richtig tief rot-violett, sehr vielversprechend!
Die eingelegte Wolle wollte jedoch diesen Farbton überhaupt nicht annehmen, weder die ungebeizte noch die
Tonerde-gebeizte, sie wurde nur merkwürdig grünlich-grau. (Auf dem Foto unten links).
Die hellgelbe Wolle rechts ist mit Schwefelköpfen gefärbt.
Hier lohnt sich meines Erachtens der Aufwand nicht so recht, ich hatte ganz schön viele von diesen Schwefelköpfen, es war sicher eine ganze große Tüte voll, nach dem Trocknen blieb nur eine Handvoll,
und entsprechend wenig Wolle läßt sich dann damit färben.
Eine Überraschung brachte die Färbung mit Feuerschwämmen: ich hatte da noch eine Tüte zerschredderte
Feuerschwämme, ich weiß nicht, von welchen Bäumen die waren, aber auf die Wolle zog ein sehr schönes braun auf. (Foto unten, Mitte)
Ein weiterer Versuch mit Feuerschwämmen, die ich diesen Winter auf Buchen gefunden hatte, war noch interessanter:
Beim auskochen der zerschredderten Pilze habe ich ein kleines Stück Wollvlies mit in den Topf getan-
es wurde rotbraun (auf dem Foto ist es auf dem vorletzten Knäuel zu erkennen.
Die eingelegte Wolle hat diese Farbe aber nicht angenommen, sie ist eher orange geworden, und ein zweiter Zug mit Eisen hat noch ein schönes olivgrün ergeben.
Mit Feuerschwämmen werde ich mit Sicherheit noch ein wenig experimentieren, sie sind leicht zu finden, können unkompliziert getrocknet werden und scheinen vergleichsweise ergiebig.
Ja, und dann bin ich gespannt, was ich in diesem Jahr an Pilzen noch so finde...
Freitag, 20. Mai 2011
Ein echt haariger Typ..
..dieser kleine Waschbär..Noch ist er ganz alleine, aber mit Sicherheit bekommt er bald Gesellschaft von ein paar Artgenossen!
Ich glaube, ich sollte ihm das Gesicht ein wenig rasieren...
Ich glaube, ich sollte ihm das Gesicht ein wenig rasieren...
Mittwoch, 18. Mai 2011
Die vielen Wege zum Filz
Bekanntlich sind die Methoden, aus Wolle Filz herzustellen, vielfältig; hier eine witzige und sehenswerte Methode
der Hutherstellung:
http://www.youtube.com/watch?v=7EP_5JXkFWg
Leider gelingt es mir nicht, das Video hier direkt einzustellen- die Funktion ist irgendwie verschwunden-?
der Hutherstellung:
http://www.youtube.com/watch?v=7EP_5JXkFWg
Leider gelingt es mir nicht, das Video hier direkt einzustellen- die Funktion ist irgendwie verschwunden-?
Montag, 9. Mai 2011
Gäste im Garten
In diesem Jahr hat unser Amselpaar sein Nest außen an meiner Werkstatt gebaut, in Augenhöhe, schön zu beobachten, hier sind die kleinen Amseln etwa 10 Tage alt...
..hier 3 Tage später...
...und nach weitern 10 Tagen flattern sie schon eifrig überall im Garten herum, immer hinter ihren Elten her, die sie eifrig mit Nahrung versorgen,
während dieser Vogel, man erkennt es ja sofort: ein waschechter Graupapagei, sich schon ganz gut selber versorgen kann, hier versucht er gerade ein wenig Löwenzahn!
..hier 3 Tage später...
...und nach weitern 10 Tagen flattern sie schon eifrig überall im Garten herum, immer hinter ihren Elten her, die sie eifrig mit Nahrung versorgen,
während dieser Vogel, man erkennt es ja sofort: ein waschechter Graupapagei, sich schon ganz gut selber versorgen kann, hier versucht er gerade ein wenig Löwenzahn!
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